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J. Werding (Cora): Traum vom Hamsterrad

Kennt jemand diesen Song nicht?  Ist so ein achtziger-Ding:  Traum vom Hamsterrad Der die Hoffnung nahm  Allein in einer fremden Kraft  Allein im Hamsterrad Ich versprach im letzten Eintrag noch etwas zu Hüten anzumerken: Wer hat eigentlich festgelegt, dass Hüte auf Männerköpfen in Kombination mit lockerer Casual Wear oder Bermudas la dolce vita vermittelt? Hunter S. Thompson? Ich kann dem nichts abgewinnen. Ist aber auch nicht so wichtig. Ich sah ein Konzert mit Soundscape/Ambient Musik und fand grossen Gefallen daran. Der Klang der Künstler war mystisch, weit und klang nach Zukunft. Oder klang es nur nach Tom-Cruise-Krieg Der Welten und Ridley-Scott-Prometheus(fand ich nicht so übel, wie Wolfgang M. Schmitt jun. und viele Mitlglieder meines Umfelds)? Mein Teilchenbeschleuniger setzte ein: Warum denke ich, dass diese Musik nach Weltraum klingt, nach Weite? Weil die Kultur es so lehrt? Ich war schließlich noch nie...

Haare, wo keine Haare sein sollen

Ich fühl mich nicht so gut, sagte der Wurstlehrling und blieb zu Hause. So wird es gelehrt im Hygienelehrvideo für angehende Fachkräfte der lebensmittelverarbeitenden Industrie. So wurde es mir berichtet und aus vertraulichen Quellen bestätigt.  Ich sass am vergangenen Sonnabend gegen 1:30Uhr auf einer Holzbank auf einer Strasse, sie sei an dieser Stelle K.H.Strasse genannt und trank frisch gebadet (im Badesradio kam zuerst Whiskey In The Jar und dann Twisting My Sobriety , wer denkt sich solche Playlisten aus?) ein Bier, denn ich hab bis kurz davor noch an einem Song namens "Der Grosse Spass" geschwitzt. Mein rechtes Bein war über das Linke locker gewinkelt und bei mir ist es so, dass das obere Bein dann immer total schnell "einschläft", also innerlich juckt und beim Aufstehen tut es extrem weh und ist taub. Falls mir jemand sagen kann, warum das so ist, solle er nicht zögern mir die Antwort zu verraten.  Ich wollte im Moment aber darauf hinaus, dass s...

Mit allen Raffinessen

Ich hänge hinterher, aber nicht untätig. 33 Jahre Tour waren schön und sehr gut. 4 Tage mit Schweiss und Witz. Leipzig war sehr voll, davon tut auch das obige Video kunde. Chemnitz war ein bisschen unheimlich, das Odradek in dem wir spielten, ist Teil eines Wohnprojektes, das sich über einen riesigen Sowjet-Style Wohnblock zieht. Sehr ostig. Aber gut. Den meisten Leuten waren wir wohl zu laut, sodass viele draußen abhingen und Voksküchenpizza aßen. Unsere Mägen knurrten lauter wurden dann aber noch verköstigt. Dresden's Pushkin Wagenplatz war sehr gnädig zu uns, danach wurden noch tolle Sachen von der Schallplatte abgespielt. Irgend eine B-Seiten Disco Nummer und alle Songs die ich mir gewünscht habe von The Sound, ESG und das dritte hab ich gerade vergessen. Ganz zum Schluss noch Bourgeois With Guitar in mächtiger Schreuf/Levin Original Variante. Krasses Paukenschlagzeug. Sehr fein. Nicht zu vergessen, das "Alle Tot", der erste 206-Song überhaupt gespielt wurde. Beson...

Taktlo$$: Seit der Erfindung der Geisterbahn, fahre ich nur noch Geisterbahn

Haha, was für eine lustige Postüberschrift. Und ein toller Vintageflyer. Es ist okay und nahezu gut Berliner Gangsterrappern zu huldigen. Natürlich ist Taktlo$$ super. Ich hab ihn vor ein paar Jahren in Halle/Saale gesehen, bei so einem Rapkonzert in einem Saal in dem sonst auch Jugendweihen abgehalten werden. Trotzdem war meine Teilnahme daran auch ironisch. Weil ich Teile seines Habitus, vor allem den sexistischen natürlich nicht unterstütze oder gut heisse. Der Großteil seiner Gefolgschaft wird das nicht gut heissen, bzw. nicht ernst nehmen. Denn es ist ja auch nicht ernst gemeint. Das mag ich so sehr am Rap. Da leben authentische Kunstfiguren. Vielleicht checken wir Indie-Spastis das auch irgendwann mal. Am Tag nach dem Konzert haben wir, also 206 vor Jochen Distelmeyer in Leipzig gespielt. Ist der jetzt nicht auch wieder mit Blumfeld unterwegs? Ist das ironisch gemeint? Diese Reunion und die von Helmet, bzw. die Performance der Alben "Etat et moi" und "Betty...

Home is where the Herbst ist

Morjen,  seit ein paar Tagen habe ich mir angewöhnt, in dem mir innewohnenden Dialekt zu reden, welcher der hallesche ist. Das beschränkt sich grösstenteils darauf, dass ich statt einem G ein J spreche. Wie zum Beispiel in Morgen, was dann also zu Morjen wird. Dass ganze mit leichtem Grinsen und Buckel. Ich werde mich davon schleunigst wieder entwöhnen, auschleichen im Fachjargon genannt. Denn, so hab ich es schon einige Male an mir selbst beobachtet: Dialekt-Sprech wird meist in Situationen angewandt, wo normales Sprechen nicht funktioniert, nicht ausreicht oder der Sprecher schlicht zu faul ist, Klartext zu reden. So fällt er dann in einen Sing-Sang, der Lockerheit vermitteln soll. Abgesehen davon, wird aus der ironischen Nutzung ganz schnell echte und dann bleibt es so. Wie beim Schielen, wenn die Augen stehen bleiben. Da hilft nur ein Schlag mit dem Hammer.  Mein Arzt hat mir empfohlen, den Film Snowpiercer zu sehen. Das ist eine sehr schöne Comic Verfilmu...

Dancing with Thierse in my eyes

War ich also mal auf ner Party. Schlich mich so durch, wurde in freundliche Schwitzkästen genommen und fragte verbrüdernd in die Runde: Wovon lebt ihr eigentlich? Es kamen verschiedene bis keine Antworten. Am schlimmsten ist es doch, wenn der Schmerz nachlässt. Oder war es der Scherz? Long Jan hat mich für's Mind The Gap Fanzine interviewt und war so freundlich mir ein Belegexemplar zu schicken. Denn das ist ein reines Print-Ding. Müsst ihr euch also im Laden besorgen. Mit seinem Charme und mehr Wissen über 206, als ich es besitze hat er mir ziemlich offene Worte abgerungen. Toll, dass das Interview gleich hinter dem Artikel über Sleaford Mods folgt. Welch grosse Ehre für mich. Ich freue mich schon wenn die endlich in Leipzig spielen. Das Hamburg Konzert Anfang des Jahres hatte ich verpasst. Vor ein paar Tagen habe ich mir die Kandidaten der Bundesländer für den BUVISOCO, ihr wisst ja was das ist, angeschaut. Materia's Rostock fand ich gut und was DCVDNS mit ein paar Freun...

ballern, dann sterben und dann bereuen

Good Morning in die Runde, der Engel mit den unsichtbaren Kettensägenketten hält die biegbare 206 in seinen Klauen. Jetzt sind's vier Konzerte geworden und das ganze entwickelt sich zu einer Gegenbewegung zum Ost-Demotaumel Richtung Osten, in dem sich ja vor allem Leipzig so schön baumeln lässt. Ich bin ganz froh, dass die DDR ausgepustet wurde, allerdings habe ich vor einiger Zeit und immer wieder darüber gebrütet und mit dem ein oder anderen Dabeigewesenen geredet, wie das nun war und wie das dann alles abgewickelt wurde und wie uns das prägte, die Jungen und die Alten. Ich bin jetzt 27 (2 Jahre alt beim Mauerbruch) und Ostgeborener und mir stellt sich folgende Frage: Kann es sein, dass es an mir und meinen Alterskameraden ist, den DDR/BRD und Wendeapparat zu hinterfragen, ähnlich den 68ern, die ihre Eltern frugen, was sie so im Krieg machten, sahen oder nicht? Ich bin daran interessiert und werde wohl eher später als früher etwas dazu erschaffen. Ein Konzeptalbum? Viel...