Direkt zum Hauptbereich

Hexenhäute (Again?)

Da ich zurzeit ein kurzfristige Anstellung im Daytrading-Geschäft habe, 
hier nur eine kurze Ausführung:

Es ist November.
Am Freitag spielten wir alte 206 Songs in einer Kirche in Halle Saale.
Das war lustig und laut. 
Ich fühlte mich alt.
Es soll davon ein Video geben.

Da ich ja immernoch über Tätowierungen nachdenke, hier mal ein alter Text,
den ich evtl. schon mal gepostet hab. Falls dem so sein sollte, bitte ich um Vergebung,
denn ich bin alt (siehe oben).

Hexenhäute

Macht unter die Haut gepeitscht
Rätselhafte Tyrannei
Fäuste in der Brust
schmieden ein Metall
und kleiden dich innen hart und kalt

Hexenhäute, so wie ich
mögen das natürlich
einen Hilfsgeist auf der Schulter
Wenn die Sonne kommt und klagt
Feuerschutz und Hochverrat

Kennst du Bluetooth 
ich mein den Blueszahn
das es gut tut wenn er unter die Haut geht
Und du dich wie ne Kiefer an der Küste

Im Wahn wiegst

Das letzte Argument
war Zufriedenheit

Zwilling der Verneigung
Geld, Sex 
AC/DC, Powerrage 

Und Godzilla 
wird immer grösser
Weil auch die Probleme
immer grösser werden

Hexenhäute, so wie ich
mögen das natürlich
Hilfsgeist auf der Schulter
Wenn die Sonne kommt und klagt
Ich geb dir Feuerschutz und Hochverrat



Peace, T. 


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

#412 Atemschrei

Seit 10 Jahren kehrte er das Treppenhaus eines Buchlagers. Ein alter Plattenbau mit Stufen aus glattem Beton und definierten Winkeln und Kanten. Nicht wie die ausgetretenen Holzstufen im Nebengebäude der Tierpathologie, in der er vorher angestellt war. Den Dreck dort aus den Rissen und Fugen herauszubekommen, dauerte Stunden. Aber hier auf dem Beton fühlte es sich an wie ein Tanz, wenn er den Besen in sanften Wellen über den Boden schwang. Auf dem Weg dort hin und zurück kam er jeden Tag an einem kleinen Geschäft vorbei. Lange Zeit war es ein Imbiss, betrieben von einer Frau und einem Mann, die Filterkaffee, Cola in Dosen und zwei Sorten Flaschenbier verkauften. Dazu ganz akzeptable Pommes aus einer in die Jahre gekommen kleinen Fritteuse.  Als er sich entschloss, mit den beiden einmal mehr Worte zu wechseln, als "Eine Cola, bitte."   - "1,20" und "Stimmt so." teilte ihm die Frau mit, dass sie in zwei Wochen endgültig schließen - Rente. Beide hatten bis z...

#410 Bibelfliege

Steve sitzt an seinem Küchentisch. Der Tisch ist aus einem hellen Holz gefertigt, er hatte ihn gebraucht gekauft, einige dunkle Verfärbungen, dort wo schon vor ihm jahrelang Menschen ihre Arme abgelegt hatten. Erst beim Essen und später auch die Köpfe nach langen Trinknächten. Da sind auch Kerben, wo rohes Fleisch und Zwiebeln direkt auf dem Holz geschnitten wurden. Vielleicht sogar, so denkt er sich, hat auf diesem Tisch mal jemand Buchstaben aus einer Zeitung für einen Erpresserbrief mit dem Teppichmesser ausgeschnitten und dabei kleine Kerben hinterlassen.  Er fährt mit seiner Hand über den Tisch. Hinter ihm fällt flaches Sonnenlicht durch das Fenster. Die Blätter der beiden Bäume auf dem Hof verlieren langsam ihr Grün, aber der Wind ist noch nicht stark genug, sie von den Ästen zu reißen. Neben dem Tisch hängt ein Schrank, der zu der ebenfalls gebrauchten Einbauküche gehört, die Steve einer Frau abgekauft hat, die aus ihrer Stadtwohnung aufs Land zog. "Aus gesundheitlichen Gr...

#408 Verschwommene Kontore/Verdammnis

Durch das Fenster fällt Licht. Es ist das Licht aller Laternen der Stadt, dass sich an der Wolkendecke reflektiert. Es ist ein schwaches, leicht oranges glimmendes Licht, dass man auch sehen kann, wenn man sich Nachts über eine der Zubringerstraßen dieser Stadt nähert. Es hängt wie eine Glocke über den Häusern. Und in einem dieser Häuser liege ich unter dem Dach auf meinem Bett und starre den Schrank an, der an der Stirnseite meines Zimmer steht. Ich wende den Blick nicht ab und sehe, dass sich eine der Türen ganz langsam öffnet. An der oberen Kante zeichnet sich ein Schatten ab, schwarz, ungefähr so groß wie eine Hand und ohne dass ich Augen oder einen Mund erkennen kann, weiß ich, dass dies der Kopf sein muss, von diesem Etwas, dass mich beobachtet. Denn ja, ich fühle mich beobachtet, betrachtet. Das Wesen verharrt genauso wie ich für eine knappe Minute bevor es sich wieder ganz langsam hinter die Schranktür zurück zieht und diese dann auch schließt. Ich blinzele und stehe auf. Ich w...