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Pandemonia 46 - Unter einer Höhle liegen

Ich war in einer modifizierten Wohnung meiner Eltern, ich kam von einem Konzert nach Hause, dass ich gegen 1Uhr Nachts nüchtern verließ. Die Sonne schien in mein Zimmer, dass einen Erker hatte. An der rechten Wand stand ein Schreibtisch, links, stand ein Bett, auf dem ich saß. Ich konnte von dem Zimmer über Wanddruchbrüche in eine anderes Zimmer schauen, wo an einem Tisch Nick Cave saß, in einigem Abstand sah ich meine Mutter, die mit ihm etwas Besprach. Dann teilte NC Spielkarten aus und sagte, dass dies ein 52-Karten spiel sei, bei dem von Anfang an alle Karten auf alle Spieler verteilt werden.  Mit einer Geste, die darauf schließen ließ, dass er dieses Spiel schon öfter gespielt hat, warf er mir meinen Kartenstapel durch den Raum. Ich schaute die Karten an und realsierte, dass ich nicht wusste, wie diese Art von Poker funktioniert. NC begann in lockerer Manier seine Karten vor sich auf dem Tisch in verschiedene Gruppen zu ordnen. Nach Farben und zahlen. Ich sah 10er Schell-...

Pandemonia 45 - Nach 12 Jahren war's vorbei

Ich fuhr mit dem Fahrrad die Holbeinstraße in Leipzig entlang. Die Straße war voller Autos, die fast ineinander verkeilt vorwärts kommen wollten. Ich schlängelte mich auf meinem Gefährt durch jede kleinste Lücke, manchmal mit eingezogenen Beinen durch die Fahrzeuge und fühlte mich frei und ein wenig überlegen. Als ich auf Höhe der Alfred-Frank-Straße war, sah ich eine Baustelle vor mir. Die Straße war nur noch ein sehr schmaler Streifen Schotter. Rechts davon Baufahrzeuge mittlerer Größe und links davon ein sehr tiefer Schacht in das Erdreich, nicht dunkel und bedrohlich, sondern von Menschenhand erschaffen mit dem Ziel Rohre oder Leitungen, die sehr tief in der Erde zu liegen schienen zu warten, zu verbessern oder ähnliches. Der Schacht erstreckte sich über mindestens 50 Meter in über die ganze Breite der Straße und war ca. 20 Meter tief und von grauer Kalksteinfärbung.  Ich fuhr auf dem schmalen Streifen aus Schotter in hoher Geschwindigkeit und merkte, dass ich zu rutschen ...

Pandemonia 44 - Wendy/Zeit

Eine Konversation unter freiem Himmel und eine Konfrontation zwischen zwei Bürgern. Der eine sitzt in einer Gruppe auf dem Gehweg, während der andere dauerlaufend mit Familie diesen Gehweg entlang kommt. Im Vorüber weist er den Sitzenden zurecht, er möge doch wie alle den Sicherheitsabstand einhalten und nicht den Gehweg blockieren. Es entsteht Anspannung, die sich im gegenseitigen verbalen Abschätzen über eine Distanz von ca. 15 Metern entlädt.  Ich saß dabei und reagierte mit einem breiten Lachen, da ich das ganze sehr absurd fand. Aber jetzt im Nachhinein denke ich, vielleicht lachte ich aus Verteidigungsgründen. Also dem Lachen als abstrahiertes Zähnezeigen und Angriffsbereitschaft demonstrierend. In vielen angespannten Situationen setzte ich dieses Lachen auf. Und zog damit Unmut auf mich.  Später an diesem Tage saß ich dann mit jemandem zusammen, mit dem ich schon länger viel Zeit verbringe, aber zum ersten Mal recht ausführlich Konversation geführt habe. Und fr...

Pandemonia 43 - Badespaß/Bin Bös

Gestern fühlte ich mich, als könne ich die Zeit zurück drehen. Es geschah unter dem Strahl der Dusche. Nach dem ich mein Haar wusch, griff ich zum Duschbad. So dachte ich zumindest. Als ich das Extrakt in der linken Handfläche hatte, realisierte ich, dass es ein anderes Shampoo war, für welches ich keine Verwendungsberechtigung hatte. Zumal mein Haar bereits shampooniert war. Und es sind diese Momente, in denen sich die eigene Belastungsfähigkeit und Krisenbewältigung zeigt. Und tatsächlich, ich konnte reagieren. Woher die Idee kam, ich weiß es nicht. Aber ich nahm die Tube aus der ich das falsche Shampoo hatte und drückte sie mit der Öffnung nach oben zusammen. Dann kippte ich sie zur Seite auf meine Handfläche und hielt die besagte Öffnung an das Extrakt. Dann lockerte ich die drückende Hand etwas und es war, als hätte ich die Rückwärts-Taste am Videorecorder gedrückt, floss das Extrakt zurück in die Tube. Ich musste den Prozess mehrmals wiederholen und fühlte mich wie ein Zeitreise...

Pandemonia 42 - Lesney Matchbox/Flixbus

Ich arbeitete auf einem Feld, ob es mein eigenes war oder ich im Dienste eines anderen Menschen stand ist ungewiss. Der Boden war dunkel und trocken, über mir ein blauer Himmel. Ich zog undefiniderbare Wurzelgewächse aus der Erde und packte sie in ein Sammelbehältnis. * Ich saß am Sterbebett eines mir unbekannten Mannes. Er hatte schulterlanges grau-weißes Haar und einen Bart, ein volles Gesicht und sprach mit leiser tiefer Stimme (der Mann von Tele 5?). Er berichtete von den Erfahrungen seines Lebens und wie er die Welt betrachtete.  Gleichzeitig befand ich mich, in szenischem Wechsel in meinem Kinderzimmer und betrachtete verschiedene Matchboxfahrzeuge. Eines von ihnen stellte einen Flixbus dar. Das Modell basierte auf der Form des seit den 70ern von Matchbox verkauften Greyhound-Busses, was in mir sogleich die Frage aufwarf, warum kein aktueller Bustyp Pate gestanden hat oder ob dies, da es ein Spielzeug ist, zu vernachlässigen sei.  Der Bus war volkommen w...

Pandemonia 41 - Tommkatz - Wombarts

Auf einmal saß ich im Cockpit einer F-14 Tomcat und sollte sie steuern. Und das tat ich auch. Allerdings ließ sich der Steuerhebel extrem schwer bewegen. Oder ich war zu schwach, erst nach mehrmaligen Versuchen stellte ich fest, dass ich ihn sehr stark nach hinten oder vorn bewegen musste, um eine Reaktion des Flugzeugs zu erhalten. Der Steuerhebel befand sich auch auf der linken Konsole, wo normalerweise der Schubhebel sitzt und der wiederum war nicht zu finden. Ein Fluglehrer sprach mir gut zu. Wir befanden uns über einer Wüste. * Nach einem kurzen Zusammenbruch bzw. Realitätsabgleich, stellte ich mir dämmernd vor, wie ich die Musik aufgebe, einen "normalen" Job beginne. Was eigentlich? Friedhofsgärtner oder Modellbaufachverkäufer oder vielleicht verbitterter Musikladen-Verkäufer?  Teil der Dämmerung war, dass ich anstatt die Musik weiter als Hobby betreibe, voll und ganz im Modellbau als "echtes" Hobby aufgehe und ein Modellbauzimmer in meiner Wohnun...

Pandemonia 40 - Ende des Traums?

Wie oft habe ich in letzter Zeit gedacht, dass ich den Zustand in dem mich befinde kaum fassen kann.? Kaum fassen im Sinne davon, wie viel Glück ich habe, dass ich einfach meine Sachen machen kann. Und gleichzeitig war stets das Gefühl da, dass es jeden Moment vorbei sein könnte. Manchmal fürchte ich mich auch vor prophetischen Fähigkeiten.  In Zusammenhang mit der derzeitigen Krise, meine ich damit, Fantasien und Gedanken die ich seit 2 - 3 Jahren hegte: "Es könne so nicht mehr lange weiter gehen. Den Menschen geht es zu gut." Den westlichen Menschen wohl gemerkt. Naja. Jedenfalls hat ein kleiner bürokratischer Kontakt heute mein Weltbild extrem ins Wanken gebracht. Oder sollte ich sagen, meine Welt?  Ob es sich als ein Hirngespinst herausstellt wird sich zeigen. Denn an meiner Situation hat sich eigentlich nicht viel geändert, außer, dass ich mir über sie bewusst werde. Was manchmal doch mehr schmerzt, als mir lieb ist. Und dann fühlt sich die Realität auf einmal g...