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Posts

Tuhula Sapap

Irgendwann werde ich ein Musikvideo auf einem Spielplatz drehen. Dieser befindet sich in Halle, (dem neuen Altenburg) und wurde hier auch vor einiger Zeit erwähnt. Langsam komme ich mir recht heimatlich vor, weil ich so oft von meiner Geburtsstadt schreibe, obwohl mir die Heimatliebe doch ziemlich ab geht. Heisst das so? Sei's drum, wenn der Spielplatz cool ist, ist er cool. Er ist schon recht alt und wurde im Stile russischer Folkloristik gestaltet. Schwurbelige Figuren, Betondrachen und Schildkröten und kleine Türme und Rundbauten. Das hat alles gelebt und regte mich dazu an, mal was anderes zu spielen, als Soldat oder sowas. Da war ich ein Ritter oder ein Fuchs.  Und: dort habe ich im alter von 19 Jahren schaukeln gelernt. Am Tag vor meiner Mathematik-Abiturprüfung. Ich saß dort mit Queen C und wir machten eine Pause von verzweifelten Lernversuchen, Mirky Mirk hatte uns davor Beistand geleistet und mit Hilfe eines Abiturprüfungsbuches, dass ich aus einer Buchhandlung gestoh...

Die Nachtgewesenen

So! Ich war gestern schlichtweg nicht motiviert, etwas zu schreiben. Findet die Leserschaft die zurzeit auftretenden Unregelmäßigkeiten meiner Bloggierung eigentlich ärgerlich oder fügt sie sich ins allgemeine Chaos ein, so wie ein Stück Schafsmilchseife im Badewasser zergeht? Oh ja, ich hab Bäder genommen. Die ersten dieses Jahr und dann gleich 2 innerhalb von 3 Tagen. Dadurch ging es mir gleich ein bisschen besser und jetzt? Cthulhu ist angekommen. In einem schwarzen Truck, korrigiere: in einem dunkelgrauen Truck. Es geht drunter und drüber in den Schädeln, in den Ländern und mich rüttelt das alles sehr auf und ich versuche, die Schutzmechanismen zu erkennen, die mein Hirn und mein Körper aktivieren.  Da wäre a) das Kranksein und Tresensport und b) die Informationsverarbeitung und das Anwerfen meines Assoziationsapparats. Die Informationen des gestrigen Abends, es gab einen gewaltsamen Vorfall auf einem Weihnachtsmarkt in Berlin, bei dem mehrere Menschen starben, pra...

Salziger Aus-Fluss

Ich schritt im dunkeln durch die Stadt aus der ich komme. Schweigend, weil allein, ging ich über dunkle Wege und dachte daran, dass der Fluss, der durch diese Stadt fließt, Saale heisst. Saale heisst: salziger Fluss. Ein salziger Fluss der durch eine Gegend voll salzigem Boden fliesst. Wer hat hier geweint, dass der Fluss so salzig ist? Mutter Erde? Vater Staat? Sind die beiden ein Gegensatzpaar?  Privat und Staat mischen sich zum Ideen-Beton für einen Song. So schrieb ich es mir letztens auf. Tränen mischen sich mit Schweiß und der Verblüffung mit der ein ich, das Weltgeschehen betrachtet. In Gesprächen mit meinem Schreib-Partner-In-Crime, verbrachten wir einige Stunden damit, festzustellen, dass das was gerade passiert, einerseits mindestens absurd, aber auch witzig ist, witzig wäre, wenn die Figuren, um die es geht, nicht in solch machtvollen Positionen angesiedelt wären.  Es geht um Trump (ab das Bier) und Erdogan und (setze hier einen weiteren Autopilot-o-kraten ...

Kroketten aus Beton

Immer wenn alles okay scheint...denke ich gerade, wenn ich zurück schaue in meinen letzten Blogeintrag (imaginär, den ich schaue nur in meinem Kopf und nicht in den Monitor). Da schrieb ich davon, dass ich soziale Wärme in mir spürte. Echte soziale Moves und ich fand das toll.  Das Pendel schwang um, es schwang über, beschleunigt an den Orten der Wahl und Menschen waren nah. Dann schwang es zurück. Manche werden sagen: ja, so ist das, mit dem Pendel der Gefühle. Mal schwingt es ins rosa, mal ins blau. Aber Timm sagt: so ROT und so TIEFBLAU? Wirklich? Naja, Hauptsache es bewegt sich was. Das ist auch eine Erkenntnis der letzten Wochen. Wer sich in Bewegung setzt, setzt keine trüben Gedanken an. Oder zumindest weniger. Diesem inneren Rad und Rat bin ich gefolgt und wie bereits gesagt, rollte ich damit erstaunlich gut durch die Soziale Gegend.  Dann überrollte es mich und ich war gerädert und meine Adern traten hervor. Am Fenster war Eis von innen und ich lag wieder ...

Alles Alaska

Liebe Gemeinde, ich bin ein bisschen auf Durchzug geschalten oder sollte ich schreiben, ich habe den Zug am Montag verpasst? So oder so: Deshalb heute ein Mittwochs-Geschreibe. Woran das liegt mögt ihr euch vielleicht fragen. Ob das wirklich so ist, kann ich von meinem digitalen Elfenbeinturm aus gar nicht sagen. Denn ihr, meine geehrten Leser, erscheint ja für mich nur in Form von Zahlen oder diesen Kurven, die mir zeigen, wie viele von euch wann klicken. Aber, sei's drum. Manche von euch, klopfen mir ja doch mal im RL auf die Schulter und dann flüstere ich ein Danke. Und warum zur Hölle schreibe ich gerade so sozial? Verändere ich mich oder liegt es daran, dass die Welt gerade neu verfugt wird mit fragwürdigem Führungskitt und die zittrigen Zitterspinnen-Denker näher zusammen rücken? Ihr wisst was ich meine und ich hab mir auch so ein paar Gedanken zu IHM gemacht und DENEN, die hinter ihm stehen. Bin sogar dabei, IHN und seine Moves für meine Kunst zu nutzen. Kein Protest-So...

An sich nicht verwerflich

Soeben schlug ich eine digitale Seite der Sueddeutschen auf und erfreute mich, davon zu lesen, dass der Psychoanalytiker H-J. Maaz in einem TV-Talk zu Wort kam. Ich kenne ihn über Special-K, der ihn mir in Zusammenhang mit dem ostdeutschen Gemüt im Allgemeinen und dem leeren Gestüt meiner Selbst näher brachte. In seinen Thesen geht es vorrangig um Selbstbewusstsein. Er spricht vom Größenklein und Größenselbst, dass auf Grund der unterschiedlichen gesellschaftlichen Prägung in Ost- und Westgermany dazu geführt hat, wie Menschen sich geben und leben. Ich hatte an dieser Stelle schon öfter darauf hingewiesen, dass auch ich annehme, dass viele sogenannte "Abgehängte" Ost-Welse und Welsinnen, die sich jetzt in den schlammigen Gründen von AFD-Becken sammeln, ihre anerzogene unterdrückte Wut in Kombination mit Hörigkeit und eben nicht zum Ausdruck gebrachter Unzufriedenheit, Luft verschaffen. (Sorry für den langen Satz).  Ich schliesse mich da nicht aus. So merke ich doch im pr...

Sound So

Wäre es nicht an der Zeit, mehr Umarmungen zu verteilen? Geschätzte Menschen und auch die weniger geschätzten mit den Armen zu Umrahmen? Als muffiger Teen schrieb ich mal die Zeile: "Umarmen heisst, du schüttelst dir nur selbst die Hand." und ich brach damit meiner Verachtung Bahn, die ich all denen entgegensetzte, die sich glücklich gaben. Denn in meiner Auffassung der Welt, hätten sie niemals glücklich sein können und waren permanent dabei, sich selbst und gegenseitig etwas vorzumachen. Nur der finstere, traurige Genosse der Gosse wagte es, der Welt ein ehrliches Gesicht zu zeigen. Und so rechtfertigte die edle Tugend der Ehrlichkeit seine schlechte Laune.  Das ist lang her, zwischenzeitlich gerate ich in Phasen der Güte und fühlte mich so zum Beispiel vor einigen Tagen ermuntert dazu, eine herzliche Umarmung zu geben und ihnen für ihr weiteres Schaffen viel Erfolg zu wünschen. Das fühlte sich in dem Moment gut an, auch tanzte ich mit einem netten jungen Mann zu "...