Das Gefühl ein Tourist zu sein kam auf, als ich vor einigen Tagen gemeinsam mit zwei Nahestehenden durch Etablissements in Leipzig Connewitz zog. Ich wohnte dort vor einigen Jahren halte mich aber in der Zwischenzeit vermehrt in anderen Gefilden auf und bemerkte, wie wenig sich die Einwohner der Stadtteile durchmischen oder aber: wie abgeschottet und desinteressiert ich lebe. Das Tourifeeling kam auf, weil ich mich überall so neu und als Gast fühlte, schaute mich interessiert um und gerierte mich anders als dort, wo ich sonst gastiere. Ich konnte aus der Unsicherheit ein bisschen Schauspielern, ein oder zwei kleine Rollen darstellen und auf die "falsche" Toilette gehen. Das finde ich immer sehr irritierend, wenn an den Toiletten zwar Schilder für "weiblich" und "männlich" dran sind, diese aber nicht eindeutig zu identifizieren sind. Dann können sie die doch gleich weg lassen oder ist das das Amüsement der Betreiber oder soll das Kommunikationsfördern...
Timm Völkers dunkle Sprüche, gute Gerüche und Gerüchte.