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Kijii Kijii Kijii

Manchmal kritzel ich Sachen vor mich hin und dann kommt sowas dabei raus. "Kill Your Ideas" ist das Motto. Vielleicht noch mit der Anmerkung: "Und schaffe Platz für neue" Ich sehe das Töten der Idee als Akt der Befreiung. Ein schwerer Akt, denn wer tötet schon gern eines seiner Kinder? Inspiriert wurde ich durch den an eine Toilettenwand gekritzelten Spruch "Kill Your Ideals", bei dem ich nicht sicher bin, ob er eine absichtliche Abwandlung des Klassikers "Kill Your Idols" oder nur ein ziemlich genialer Schreibfehler ist. Ideale müssen meiner Meinung nach nicht unbedingt getötet werden.  Mir persönlich helfen sie, den Alltag zu überstehen.  Der Alltag, still dröhnend über unter und links und rechts von mir. Donnerstag, 30.04. gibt's ein Konzert im Neuen Schauspiel zu Leipzig. 206 mit vor Camera und Anika. Jesus, werd gesund. Und töte deine Ideen. Dein, Timm.

Nullen vs Grau vs Das Grauen von Leipwich

Dieser Ort hier ist einzig dafür erschaffen worden, die Zeit zu überbrücken, die ich benötige um neue Musik zu machen. Mehr als 200 Tage bestimmt, uh oh, wow, 200 Tage was für eine Zahl, mehr als 206 Tage sowieso. Und dass in Zeiten von wildem ungestümen Deutschrock der Schwiegersöhne und Töchter unserer goldbraunen Nation, in der es gilt, herauszufeuern und dabei genial zu sein. Genial durch Freude sozusagen. Im Prinzip ist mir diese Tatsache sowie der Fortlauf der Zeit so ziemlich egal geworden. Freude auch. Und auch die Länge meiner Haare. Denn eine Sache habe ich gelernt: auch, wenn ich sie abschneide, um eine Veränderung zu bekräftigen, bringt das nichts. Denn die Länge der Haare ändert nichts an nichts . Ausser vielleicht, dass sie, wenn sie kurz sind, beim Kotzen nicht ins Gesicht hängen oder beim Schlafen oder Singen oder Apathischrumstehen. Aber: es ist mir egal.  Genauso die Sonne, die ihren schleimigen Schleier über alle und alles legt und erwachen läs...

Get thru to the Ol' Dirty T's Leipzig Zoo

Hey Menschen! Hier mal meine morgendliche Youtube-Tracklist: 1. Self-Control by Laura Brenegan played on Simmons SDS8 Demo - ? 2. Last Unicorn - America 3. Braveheart Theme - ? 4. Adiemus - Karl Jenkis 5. Time Will Tell - Enya 6. May It Be - Enya 7. It's Tricky - Run DMC 8. Can't Touch This - MC Hammer 9. Can't Touch Me - Peter Griffin Angeregt durch ein Gespräch mit einem Schreiber, der meinte es ist gut alte Sachen nochmal durchzuschauen, habe ich untenstehenden Text gefunden, der offenkundig von Leipzigs Tierwelt handelt. Abgesehen davon, fällt mir schlagartig ein, dass ich heute davon geträumt habe, das ich so ne Art Zoo-Wärter bin und aufpassen muss, dass der kleine schwarze Bär nicht ertrinkt. Er springt nämlich total gern ins Wasser in seinem Gehege. Ich scheitere mehrmals fast und die Schimpansen-Mutter darf ihr Baby nicht loslassen, weil das sonst erstickt. Oder so ähnlich. Komischer Synapsen-Schnaps... Hier kommt jedenfalls der T...

28 years later vs. too much too soon

Ich bin zwei Tage zu spät dran. Entschuldigt. Ich war mit diversen Sachen beschäftigt. Fotos machen, Proben und auf mehrere Bars steigen. Auf die eine um zu singen, auf die andere, um zu "Who Is It" von Michael J. zu tanzen, so wie schon als Kind. Das war dann aber relativ schnell vorbei. Trotzdem nett. Mit Lack habe ich mich dann auch noch bedampft.  Die neueste Erkenntnis ist allerdings, dass nie alle zufrieden sind. Was also bleibt zu tun: klare Ansagen machen? Auf allen S-Bahnen surfen? Durch den Sturm aus Scheisse rennen und wie Special K. mal wieder in seiner scheinbar unendlichen Weisheit meinte, zu kotzen, um überhaupt atmen zu können? Und dann schlussendlich gegen die Wand aus Beton knallen?  Ich denke, mein aktuelles Profilfoto zeigt es recht deutlich: es gibt immer zwei Seiten, zwei Gesichter. So zumindest erkenne und fühle ich es bei mir selbst seit einer Weile. Und was bleibt mir anderes übrig, als das umzusetzen. Also Popsongs schreiben, Noisesongs...

Sozialphobie im erweiterten Wohnzimmer

Für mich immer wieder Auslöser von Nervenzuckungen, bzw. angestrengtem Scharren: Menschen aus dem Nachtleben in der Kaufhalle treffen. Ich schiebe da generell meinen Wagen langsam durch die Gänge, manchmal aus Protest, nicht am Griff sondern "rückwärts", verfalle dabei in einen Singsang und packe Waren hinein. Das mache ich auch noch nicht so lange, denn bis vor einem Jahr galt der Einkaufswagen für mich als No-Go der Konsumgesellschaft. Stattdessen trug ich meine Warenbabys im Arm. Manchmal fielen sie auch herunter und trugen bleibende Schäden davon. Es ist tatsächlich einfacher, den Wagen zu nehmen. Auch wenn er nicht voll wird.  Schlagartig stoppt mein Singsang, wenn ich irgendwen sehe, den ich entfernt oder etwas näher kenne. Dann versuche ich die Gänge zu wechseln und Blickkontakt zu vermeiden. Denn ich möchte nicht, dass die Leute sehen, was ich einkaufe. Das ist für mich ein Teil der Privatsphäre, den ich nicht teilen möchte. Und ich kaufe nicht mal Unmengen a...

Ol' Dirty Mind

Hallo! Ich beginne seit langem mit einem positiven Einstieg in den Blogulag:  Dirty Mind von Prince aka The Purple One hat mich in seinen Fängen. Was für ein Album! Zuerst dachte ich, es ist bloss so ein Disko-Dance Ding. Aber nein, es ist ein dreckiges Stück Musik voller Liebe, Sex und Tanz. Ach ja, Rock natürlich auch. Alle Freaks hier wussten es schon, aber nachdem ich letztens John Lennon und Iggy Pop abspielte und allen ernstes eine junge Dame zu mir kam und fragte, was das denn für Musik sei, denke ich mir: Ich kann das mit Prinz schon mal erwähnen.  Überhaupt ist dieser Ort hier doch übersät von Erkenntnissen privater Natur, die dem normalen Zwanzigirgendwasser längst bekannt sein dürften. Aber ihr steht ja drauf, wenn Leute sich nackich machen (ja, mit ch). Denn es geht um den Abgleich, die ganze Zeit.  Eines der höchsten Bedürfnisse des Menschleins scheint die Gruppenzugehörigkeit zu sein. Das beobachte ich anhand von Phänomenen wie Youtube-Referen...

Was kommt nach dem Wintertief?

Verbreitet die Nachricht: Was kommt nach der Winterdepression? Ist doch klar! Die Frühlingsdepression. Ich entschuldige mich dafür, aber mir geht es so. Wenn die Sonne aufblitzt und es wärmer wird, dann versinke ich in Melancholie und trüben Gefühlen. Wenn dann noch dieser typische Geruch hinzukommt, ist es ganz aus. Und der Kopf dröhnt voll von Erinnerungen an bessere, weil naivere Zeiten. Zum Beispiel an eben genau jenen Geruch, der mich zurück in die Kindheit versetzt, in den unsanierten Hausflur mit der wackeligen braunen Tür im Haus meiner Eltern und das morsche Eingangstor, dass immer mit einem lauten Knall selbstständig schloss.  Ich stehe davor mit meinem roten Fahrrad, dass ein Cross-Motorrad darstellen soll. Es hat eine Lampen/Amaturenschutz-Immitation und wuchtige Schutzbleche, etc. Aber kein Licht, so ist es mit meinen Fahrrädern bis heute. Ich stehe also auf diesem Weg zwischen Haustür und Tor und atme diesen Geruch und weiß, es ist wieder ein Jahr vergangen....